Wednesday, 29 March 2017

Spring Swing (LMV)

Endlich, Frühling lässt sein blaues Band flattern! Und ich meinen groß geblümten Jersey! Yeah!




Dieser tolle Jersey, um den ich im Stoffladen lange rumgeschlichen war, bis er weg war, tauchte plötzlich wieder auf. Da hab ich gleich 3 Meter mitgenommen.

Als sonst nur 1,50-Käuferin ist man da ja erstmal überfordert. Normalerweise heisst es quetschen was geht, viele Schnittmuster fallen eh raus mit 1,50 m.
Bei 3 Metern ist alles anders, aber nicht leichter. 3 Meter sind da und wollen auch ordentlich genutzt werden!

3 Schnitte kamen in die engere Auswahl:
Das lange Wickelkleid aus der Fashionstyle (Nr. 11 aus 9/2015).
Lady skater.
Und Swing aus der La Maison Victor (März-April 2016). Ein Kleid, bei dem ich beim ersten Sehen hauptsächlich meinen Kopf geswingt habe, und zwar von links nach rechts und zurück. Wer trägt denn Zelte?


Nun: ich!



Das Wickelkleid fiel raus, zu viele Nähte die den großen Print stören. Und Lady skater kann man ja immer nochmal nähen. Aber Swing, das hatte sich festgesetzt.

Schnell genäht, ist es tiptop geworden, und ist wunderbar für den Frühling. Es passt zu Mantel und Stiefeln genauso wie zu Jacke, Halbschuhen und saisonalen Accessoires, wie man hier sieht.



Und man kann sich gut drehen.




Das Kleid wird wirklich schnell fertig. Gut, die LMV ist sehr optimistisch und verzichtet auf sämtlichen Ausleierschutz.
Da war ich mal ganz Burda und habe Nahtband auf die Schulternähte und Armausschnitte gebügelt.
Auch unter den Achseln habe ich erstmal etwas großzügiger zugeschnitten - bei der Frau im Heft sieht es dort sehr eng aus. Dann war es an diesen Stellen natürlich sehr weit, also hab ich enger genäht, bis - ihr ahnt es schon - ein Ärmel zu eng war. Katastr... äh, nein, war ja noch Stoff da, also Ärmel einfach neu zugeschnitten. Noch ein Vorteil von 3 Metern.

Verlinkt beim Memademittwoch, heute mit Ina in einem tollen Rock.

Viele Grüße

Pina


Wednesday, 22 March 2017

Das Sofadeckenkleid (Burda)

"Tante Pina, warum hast du eine Sofadecke an?"


Dieser Haken vom kleinen Neffen saß.

Aber recht hat er:

Wir haben tatsächlich eine Decke in einer ähnlichen Farbe.
Der Stoff pillt so schlimm wie ich es noch nie erlebt habe.
Und das Kleid hat was sackiges.


Dadurch ist es aber auch so gemütlich, dass ich es gern anziehe. Okay, meistens nur zuhause.
Der Stoff war ein Fehlkauf - man sieht ihn vor lauter Knötchen fast nicht mehr. Es gab ihn auch in hellblau, ich war kurz davor beide zu nehmen - boah, Glück gehabt...

Der Schnitt ist wiederum so toll, dass ich ihn gern nochmal nähen würde (Burda 10/2015, Modell 113). Alles so wow: Die andersfarbigen Blenden, das vollkommen verrückt geschnittene Rückenteil, der Stehkragen mit Auf- und Zu-Option, die etwas sackige, aber dadurch eben echt gemütliche Form.



Hier kann man die Nahtführung im Rücken erahnen. Die oberen Rückenteile haben jeweils den kompletten Raglanärmel mit dran. An der hinteren Taille ist die Quernaht nicht gerade, sondern gewölbt.












Hier geschlossener und offener Stehkragen.

Einziges Manko des Schnittes sind die Schlitze vorn. Die hab ich wieder zugenäht.
Warum? Der Stoff klebt an den Strumpfhosen, ein Unterrock ist nötig. Der würde aus den Schlitzen immer rausschauen. Alternativ, bei kürzerem Unterrock, klebt der Stoff eben zwischen den Schlitzen an den Beinen und wandert rum. Alles nicht optimal.

Auch jetzt klebt der Stoff hier und da, zuppeln ist unvermeidlich.


Zum Abschied ein Bildergruß an Frau Küstensocke, die so schön tanzt auf ihren Bildern, das wollte ich auch mal probieren.


Verlinkt zum Memademittwoch mit Ostseefotos, traumhaft!

Bis bald

Pina



Tuesday, 14 March 2017

Biobaumwolle-Powerdress aus der Burda

Die Burda mag Zahlen. Nix da mit schönen Namen für die Schnittmuster!
La Maison Victor gibt sich solche Mühe (Ditte! Raven!), die Ottobre zeigt Sinn für Humor (Old school teacher, mein Namensfavorit), die Fashionstyle liegt noch so irgendwo in der Mitte - die Burda, die meint es ernst.
Ein Bleistiftrock heisst Bleistiftrock, oder 128A-082016. Volantbluse 103-082016. Nachthemd 126C-082016.

Aber! Hier hat es ein Kleid geschafft, einen richtigen Namen zu bekommen. Es heisst Power-Dress.
Schon allein deshalb wollte ich es nähen.


Mein Power-Dress hat einen sehr schönen Stoff bekommen - Bio-Baumwolle von Siebenblau (super Tip von Nahtzugabe). Knittert leicht, trägt sich aber top. Ich mag das Kleid sehr.

Die Gürtelschlaufen habe ich weggelassen - insgesamt sitzt die Taille recht hoch, beim nächsten Mal würde ich die Oberteile um gut 2 cm verlängern. Die Gürtelschlaufen würden das noch betonen.

Praktisch ohne Schlaufen ist, dass man unterschiedliche (oder keinen) Gürtel nehmen kann.


Unpraktisch ohne Schlaufen ist, dass der Gürtel recht fest gezurrt werden muss um zu halten.
So sieht man dann von hinten aus:


Da hätte ein bißchen zuppeln nicht geschadet.

Das gesamte Kleid habe ich gefüttert, mit dem Plan, aus dem Futter erstmal ein Probeteil zu nähen (teurer Bio-Stoff und so).


Geholfen hat das schon - ich wusste danach, dass ich die Schultern (wie immer) verbreitern muss. Dass die Oberteile zu kurz sein würden hat das Futterprobeteil leider nicht gezeigt. Wahrscheinlich hatte ich da auch keine Sternstunde des Zuschneidens erwischt.

Was das Probeteil auch gezeigt hat: Die Taschen sperren auf. Wenn man alle Nahtzeichen beachtet, liegt das Rockvorderteil nicht glatt auf den Taschenbeutel-Teilen, sondern leicht gewölbt. Höchst seltsam. Zumal die Eingriffkante sehr nah am schrägen Fadenlauf geschnitten ist - Ausleiergefahr. Vielleicht hat es sogar daran gelegen? ... dachte ich beim Futterstoff und habe auf den Oberstoff Nahtband aufgebügelt. Aber der Effekt kam trotzdem, wenn auch etwas schwächer. Soll das so sein?

Jedenfalls habe ich voll funktionsfähige Taschen, in die ich auch von oben etwas reinschauen kann...


.... und das nicht nur im Oberkleid, nein, auch im Futterkleid (klar, Probeteil). Die hab ich dann wieder zugenäht. Das Unterkleid könnte ich direkt als Abschlussarbeit am Nähschlampen-Institut einreichen.


Aber zum Glück ist von außen ja alles Power-Dress!


Den Reissverschluss habe ich nicht bis ganz oben eingesetzt. Stattdessen sind die Rückenteile oben 5 cm lang zusammengenäht. So sehe ich schon vorm Einsetzen des RV ob es im Nacken gut anliegt. Dafür muss man das Kleid über den Kopf anziehen. Irgendwas ist immer.

Ach ja, das Modell heisst mit Zweitnamen 124A-082016. Und ist verlinkt zum Memademittwoch. Dort gibt es heute Latzhosen!

Bis bald

Pina

Wednesday, 8 March 2017

Fledermauskleid mit Stern aus der Burda

Noch schnell als letzte mit zum Memademittwoch huschen... Und auch noch ohne Pussyhat!

Aber dafür mit Frauentags-Power-Posing.



Vor fast vier Jahren habe ich (wieder) mit dem Nähen angefangen, das hier ist eines der ersten Stücke die man zeigen kann. Ein Fledermauskleid mit tief eingesetzten Ärmeln und einem dreiviertel Stern (der endet mit dem Ärmelansatz) aus der Burda 09/2013.


Genäht ist es aus einem eher nicht so dehbaren Jersey, der direkt angefangen hat zu pillen. Kein Glücksgriff.
Dafür hab ich mir beim Aufsteppen des Sterns echt Mühe gegeben, bin ich heute noch stolz drauf.


So von hinten betont es wohl meine breiten Schultern zusätzlich, und zum Weltfrauentag geht das absolut in Ordnung.




Verlinkt zum heutigen Pussyhat-Memademittwoch.

Bis bald

Pina

Wednesday, 1 March 2017

Ein-Schnittteil-Rock aus Fashionstyle 9/15

Schnitte mit nur einem Schnittteil sind simpel und praktisch. Schnell abgepaust, keine kleinen Folienteilchen die immer verschwinden oder sich unter andere Schnitte mischen.

Der Bahnenrock aus der Fashionstyle 09/2015 ist so ein "Ein-Schnittteil-Rock".


Fertig sieht der Rock aber überhaupt nicht simpel aus.



Er schwingt schön beim Laufen und Drehen.


Genäht habe ich ihn aus einem Wollstoff, wieder vom sagenhaften Restetisch des örtlichen Stoffhändlers. Nicht dehnbar, liebe Fashionstyle, aber geht trotzdem.



Für den Reißverschluss soll man einen Schlitz (!) in den Stoff (!) schneiden (!).
Meine Nähunfälle entstehen immer beim Benutzen der Schere - zu viel Nahtzugabe weggeschnitten, huch, jetzt kann man es ja gar nicht mehr weiter machen, ein Loch in den Oberstoff geschnitten, zu viel am Saum gekürzt...
Nach dem Zuschnitt meide ich die Schere deshalb.



Der RV ist nun in einer der Nähte drin. Geht gut, genau wie von Sandra schon beschrieben.

Restefutter in 3 Farben.


Dazu trage ich ein Oberteil das mal dem Herrn des Hauses gehörte, gekürzt zu einem boxy top. Die Ärmel sind einen Ticken zu lang, halten aber schön warm. Den Ausschnitt habe ich zweimal versucht umzunähen (mal mit Streifen dahinter, mal ohne), jedesmal leierte das Ding weiter aus. Jetzt ist er unversäubert. 



Beim ZSAL von Buxsen (schon etwas länger her) gab es schon mal viele schöne Exemplare dieses Rocks zu sehen.

Verlinkt beim MeMadeMittwoch, heute angeführt von Mema mit einer wunderschönen Farbpalette für ihre Reisekleidung.

Bis bald

Pina
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