Wednesday, 11 October 2017

Burda-Bluse 10/13 und ein Rätsel

Ein kurzer Gruß heute nur! Es gibt viel zu tun, denn ratet wo ich übermorgen hinfahre! (Hinweis im Video)


Naaaa, wer kommt drauf?

Genau, zur AnNäherung in Würzburg! Mein erstes Nähtreffen, hibbel hibbel.

Alle anderen reisen wohl mit megavielen oder megagroßen Projekten an. Meine eine Bluse (das Überkreuzding aus der Burda nochmal) kam mir etwas popelig vor, deswegen verabschied ich mich gleich wieder und geh zuschneiden (ein Wasserfallkleid wie das hier, und ein neues Vorderteil für meinen zerschnittenen Rock).

Ach so, MeMadeMittwoch bei mir heute in einer ganz alten Bluse, die 122 aus der Burda 10/2013.


Am Schnitt habe ich schon vorweg die riesigen Keulenärmel auf Normalmaß zusammengeschoben, einen cm an der Schulter zugegeben und die Ärmel im schrägen Fadenlauf zugeschnitten.


Als die Bluse fertig war hab ich dann noch hinten zwei Abnäher eingefügt und den Ausschnitt breiter und tiefer gemacht, der war doch arg halsnah.


Der Stoff ist eine leichte Baumwolle vom Maybachufer mit Damenmedaillons, Schlüsseln, Vögeln, Schleifen, Herzen und - äähh - Tortenspitzen?

Wir sehen uns in Würzburg!



Verlinkt beim MeMadeMittwoch.

Danke und viele Grüße

Pina


P.S.: Boah, was freu ich mich auf das Wochenende!


Wednesday, 4 October 2017

New shoes und Würfelwollrock (Fashionstyle)

"I put my new shoes on and suddenly everything is right ... "

Oha, oha, jede Woche beim MeMadeMittwoch teilnehmen - da gehen mir jetzt die selbst genähten Teile aus! Gut dass ich stattdessen selbstgedachte Schuhe habe :-)))

Aber im Ernst: Da ich den MeMadeMittwoch so gern mag, zeig ich einfach einen Rock zum zweiten Mal. Mein Würfelrock, aus einer Wolle von Moods NY und einem Schnitt aus der Fashionstyle 11/2016.


Der Schnitt hat vorne eine überlappende Kellerfalte drin und richtige Seitentaschen.


Richtig = mit echtem Eingriff, nicht nur Nahttaschen (bei denen ich immer das Gefühl hab, mir die Schultern auszukugeln, wenn die Hände drinstecken. Vielleicht sollte ich einfach grader stehen?).


Das ist mein liebster Herbst- und Winterrock. Durch die vielen Farben ist er zu allem kombinierbar, und schön warm. Innen ist ein Viskosefutter.


Am Schnitt habe ich so gut wie gar nichts verändert. Die Fashionstyle macht schon gute Schnittmuster. Wenn nur  die technischen Zeichnungen etwas hübscher wären. Die wirken so flächig und breitgerollt. Und die Stoffauswahl der Modelle finde ich oft etwas unglücklich (nörgel nörgel nörgel).

Ach komm, Pina, ist nicht so schlimm mit der Fashionstyle, jetzt lass dich nicht so hängen!


Verlinkt zum Memademittwoch, wo es heute um Details geht.

Danke und liebe Grüße

Eure Pina


Wednesday, 27 September 2017

Seidenbluse mit Fake-Pailletten


Seit schon immer hätte ich gern eine Bluse ohne Knopfleiste, einfach nur glatt runter, mit schönem Ausschnitt.

(okay, vielleicht nicht seit "schon immer" sondern seit "alle sowas nähen")

Irgendwann gab es den Schnitt Pam von La Maison Victor (meine Queen of Pam ist ja Frau Nahtzugabe). Leider hatte ich diese Ausgabe verpasst. Also alle meine Burdas durch, aber dort sind solche Blusen entweder Säcke ohne Brustabnäher, oder haben sehr halsnahe Ausschnitte. Beides steht mir nicht.

Schließlich habe ich mehrere Burda-Schnittmuster kombiniert (unter anderem von der Überkreuzbluse, die ich letzte Woche hier gezeigt hatte). Herausgekommen ist diese Bluse hier:


Genäht aus einer Seide mit Fake-Pailletten (irgendein Web-Trick, die sind ganz leicht erhaben), die so gruppiert sind, dass es wie kleine Flügel aussieht. Total verrückt und seifenblasenwürdig.


Die Bluse sollte sowas wie die eierlegende Wollmilchsau werden - also z.B. auch ein Kleid sein. Capsule wardrobe, kleine Reisegarderobe und so...
Deswegen ist sie lang genug, um als Minikleid durchzugehen.


War leider nicht zu Ende gedacht, diese Idee. Eine Bluse, die einmal im Rockbund steckte, ist so zerknittert, dass man sie am selben Abend unmöglich noch als Kleid anziehen kann.


Außerdem ist der Stoff untauglich: Ein voluminöses Kleid sollte bei mir eher kurz sein, um gut auszusehen. Zu kurzen Kleidern trage ich dunkle Strumpfhosen. Für dunkle Strumpfhosen ist der Stoff zu durchsichtig. Murks.


Deshalb ist das Blusenkleid jetzt nur eine Bluse. Die trägt sich ganz gut. Naja, irgendwas ist ja immer, oder? Hier bei dieser Bluse wundert mich, warum sie öfter nach hinten von den Schultern rutscht. Hab ich den hinteren Ausschnitt zu tief gemacht? Sollten die Schulternähte weiter vorne liegen?
In Aktion sieht man besser, was gemeint ist:


Wer weiß was?

Verlinkt zum Memademittwoch, heute mit der bezaubernden Kleidermanie, die schon wieder eine Schnittmusterfirma gefunden hat, von der ich noch nie gehört hatte, wear lemonade. Le Netflix de couture, interessant. Wie findet ihr so ein Abo?


Danke, viele Grüße und bis bald

Eure Pina











Wednesday, 20 September 2017

Überkreuzbluse aus der Burda

Heute ein Blog in Bewegung mit meiner Burda-Überkreuzbluse:


Das Schnittmuster ist aus der Burda 4/2014 (Nr. 115).


Ein schönes Schnittmuster (mit Ausnahme der Armkugel/Schulter, siehe unten)! Ich habe es unten 10 cm verlängert, so kann man die Bluse gut reinstecken.


Genäht aus einer Viskose, die ganz leicht gecrept ist. Die hatte ich vollkommen blauäugig gekauft - und sie entpuppte sich als absolutes M***stück!

Nach dem Zuschneiden hat keins der gegengleichen Teile übereinandergepasst, der Saum war krumm und schief, umbügeln hat kaum gehalten. Und dann auch noch so exponierte Kanten vorne, und Briefecken, die nicht im rechten Winkel liegen (sieht man auf meinen Fotos nicht, aber z.B. hier bei Siebensachen-zum-selbermachen).

Nun ja, Viskose eben.


Noch dazu war sie an den Schultern/Achseln zu schmal. Das ist bei mir zwar immer so, aber hier war das gesamte Armloch wirklich ungewöhnlich eng.
Etwa 1 Jahr nach dem Nähen hatte ich meine Aversion so weit überwunden, dass ich die Schultern etwas verbreitern konnte (der Nahtzugabe von 1,5 cm sei Dank).


Jetzt trage ich die Bluse rauf und runter.
Klar, sie muss den vielen Schmerz, den sie beim Zuschneiden und Nähen verursacht hat, bei mir abarbeiten. Und das macht sie top!

Verlinkt beim Memademittwoch mit einer Wahnsinns-Einschulungsculotte.

Viele Grüße

Pina

Wednesday, 13 September 2017

Ringelkleid mit Cutout (und schon 3 x geändert)

Ein Ringelkleid! Da hab ich direkt Luftsprünge gemacht, als ich es in der Burda 4/17 sah.








Hinten hat es einen schönen Cutout.
Dort drüber habe ich den Stoff eigenmächtig gedreht, bin vom Effekt aber nicht so ganz begeistert. 100 prozentig passen die Streifen unten auch nicht zusammen, aber ach.


Es ist sehr bequem, man kann sogar schaukeln.


Doch Moment, sah das in der Burda nicht anders aus? War da nicht Riffelraffel um die Taille?

Jaaah, war. Aber viel zu viel. Auf den Fotos in der Zeitschrift erkennt man die schiere Menge des Riffelraffels kaum (ein Foto von hinten, ein anderes liegend mit Arm vorm Bauch).
Alle! Alarmglocken! hätten! schrillen! müssen! Sowas macht man doch nicht ohne Not.
Meine erste Testversion war direkt ein Reinfall. Ich ignorierte alle Zeichen und schob es auf den stark ausleiernden Jersey. Ich wollte so ein Ringelkleid!

Dann schöner Stoff, zugeschnitten, genäht - und tadaa: das Tragegefühl einer Tonne. Genau die Taille war komplett im Stoff verschwunden, und der warf auch noch große Falten, die traurig am Bauch herabhingen.


Einfach überall viel zu viel Stoff.


Also habe ich die Raffung rausgemacht und das Kleid einfach nur glatt nach unten hängen lassen.


Nun war der Bereich der Taillenraffung zu schmal für die Hüfte. Das Kleid rutschte ständig nach oben, was für eine Zuppelei.

Nochmal ran, diesmal hab ich es in Taillenhöhe aufgeschnitten und ca. 10 cm rausgenommen. In einem dunkelblauen Streifen habe ich dann Ober- und Unterteil wieder verbunden. Hier in der Mitte sieht man die Naht ein wenig.


So, und nun bin ich soweit zufrieden. Aber das war eine ganz schöne Frickelei, vor allem um die Streifenübergänge immer halbwegs passend wieder hinzukriegen.

Wie macht ihr sowas? Wie erkennt ihr vorab, ob ein Schnittmuster zu euch passt oder nicht? Gibt es da so eine Art Geheimwaffe?

Verlinkt ist das Kleid zum Memademittwoch und zu RUMS.

Hey, und wer es einmal bis hierher geschafft hat: Ich suche Nähnerds für ein Interview, dauert nur etwa 15 Minuten, geht am Telefon, nichts wird veröffentlicht, es geht nur ums Nähen :-))) Wer macht mit? Einfach mir eine Mail schreiben oder unten kommentieren. Danke!

Liebe Grüße,

Pina


Wednesday, 6 September 2017

Interview mit Nähnerds gesucht - dauert nur eine halbe Stunde und bleibt unter uns :-)

Für ein superduperspannendes, revolutionäres Projekt (naja, mal sehen) suche ich einige Hobbynäher für ein Interview (am Telefon, für ca. 30 Minuten). Es wird im Interview nur ums Nähen gehen.

Wer hat Lust, mitzumachen?



Bitte eine Mail an pinapina.lina AT gmail.com, oder hier im Kommentarfeld melden.

Ich würde mich SEHR freuen, vielen lieben Dank,

Eure Pina

Jumpsuit (LMV) und der Sommer 2017

Immer, immer, immer hab ich am Ende des Sommers noch ein bis zwei Stücke liegen, die nicht fertig werden, aber dringend "Sommer" rufen.

Dieses Jahr war es der Jumpsuit aus der La Maison Victor. Pünktlich zum Urlaub war er nicht fertig. War aber auch egal, denn dort wäre es ohnehin zu kalt gewesen.

Aber jetzt: Der Jumpsuit Iris aus der La Maison Victor von Mai/Juni 2016.


Schon bei Mass genommen und bei Gesehen und gesehen werden bewundert. Bei mir aus einer Leinen-Poly-Mischung, das Oberteil ist innen mit einem alten Baumwollhemd gefüttert, weil der Oberstoff etwas kratzt.


(hätte ich mal den Stoffbruch ausgebügelt :-)

Das Ding nähte sich, gegen meine Erwartung, sehr flott zusammen. Ich habe tatsächlich nur eine Änderung gemacht: Das Hosenteil ist bei mir oben 1,5 cm kürzer als im Schnitt vorgesehen. Im gehefteten Zustand hatte ich den Eindruck, der Schritt hängt sonst auf Kniehöhe.


Jetzt ist es vorn genau richtig, hinten etwas knapp. Etwas stört mich, dass man immer irgendwas vom BH sieht, entweder vorn oder hinten oder beides.


Aber geht schon.


Die Fotos passen zum Sommer 2017: Innerhalb von 20 Minuten erst richtig viel Regen, dann pralle Sonne.


Verlinkt beim MeMadeMittwoch, der zum Glück endlich aus der Sommerpause zurück ist, und zu RUMS, der mich den Sommer über begleitet hat. Na dann auf einen goldenen Herbst!

Danke, viele Grüße

Pina




Wednesday, 16 August 2017

Wow, Pina, Paspeltaschen! ... Ups, kaputt.

Wie das Leben so spielt.

Da hab ich den Rock aus der Burda 3/16 endlich fertig und gehe mit ihm Kaffee trinken.



Er macht sich super, ist bequem, wirkt aber trotzdem recht schmal. Und die Schleife vorn sieht wirklich schön aus.
Besonders stolz bin ich auf meine ersten Paspeltaschen. Hey, immerhin eine der vier Ecken sieht wirklich überzeugend aus (die anderen 3, naja, da weiß ich jetzt warum es immer heißt "exakt arbeiten").

Hier die gute:


Und hier eine der nicht so tollen:


Genäht ist er jetzt strikt nach Burda, aus einer Wolle-Polyester-Mischung. Anfangs wollte ich noch eine Paspel unten einsetzen, wie Frau Nahtzugabe das gemacht hat. Kam leider nicht so gut raus bei mir, im Gegenteil, der Rock sah aus wie ein Lampion (hätte ich mal ihren Post vernünftig gelesen, da steht dass gekaufte Paspel oft zu steif ist...):
video

Die Paspel nahm ich also nach kurzer Instagram-Konsultation wieder ab.

Dann kam es, wie es kommen musste. Abends denk ich: "So ein schöner Rock. Da sollte ich jetzt innen die Taschen noch ordentlich versäubern."

Zack, bumm, nicht aufgepasst, und schon hat die Overlock reingeschnitten. Natürlich vorne, so dass man es gut sieht.



So, und nun?

Ist das meine Chance, alle 4 Paspelecken ordentlich hinzukriegen? (Stoff für ein neues Vorderteil wäre noch da, aber keine Lust, so viel zu trennen.)

Oder versuch ich es mit flicken? So wie bei den Kinderhosen, von hinten was dranbügeln und vorne mit vielen Stichen drübernähen?

Oder näh ich was drauf? So ein Stylo-Aufnäher wie sie grad in der neuen Burda sind? Eine kleine Blume aus Stoffresten? Krieg ich das hin?

Bleibt dran, ich werde berichten :-)
Verlinkt zum RUMS am Donnerstag.

Liebe Grüße

Pina


Thursday, 10 August 2017

Lady in grey im Zirkus: Seidentop und Jerseyrock

"Ach du nähst? Und wo ziehst du die selbstgenähten Sachen dann so an?" - werde ich manchmal gefragt. (Keine Ahnung wo die Frage herkommt - sehe ich aus als würde ich nur für Fasching nähen?) Ich antworte: "Jeden Tag und zu allen Anlässen."

Zum Beispiel im Zirkus.


Ich als Lady in grey: Seidentop (Burda 6/2013) und Jerseyrock (frei Schnauze). 


Das Top war auch bei #20pieces1month - mein Monat mit nur 20 Kleidungsstücken. Auch nach Ende dieses Monats bleibe ich tatsächlich meist bei dieser Garderobe.

Die Träger des Tops sind an der Schulter verdreht, dafür ist es mit dem Oberstoff gedoppelt. Das war mein erster Burda-Schnitt, damals habe ich sehr viel Refashion gemacht. Dieser Stoff hier, eine tolle Seide, kam aus einem alten Kleid vom Rot-Kreuz-Laden. Das war sehr lang und rüschig, mit gelbem Schrägband eingefasst, wahrscheinlich so aus den Siebzigern. (hach ja, wer jetzt denkt, da hätte sie ja mal ein Foto dazustellen können - recht habt ihr, leider hab ich damals keins gemacht, echt blöd).




 Der Rock ist aus einem alten Maxikleid, unten ist der Originalsaum. Einfach entlang eines anderen schmales Rockes ausgeschnitten, zusammengenäht und von innen ein gedehntes Gummiband auf die Seitennähte genäht.



Verlinkt zu Rundumsweib am Donnerstag.

Danke fürs lesen, bis bald

Pina

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...